Kuriositaetenkabinett Sturm
 

Kuriositätenkabinett SK Sturm

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  • 06.03.2012 | 17:26 | (sport10)

    Weil Sturm der Sportdirektor fehlt, müsste der scheidende Trainer Franco Foda nach seinem eigenen Nachfolger suchen. Tut sich für den Deutschen die Tür nach Salzburg wieder auf?

    Vor gut einer Woche hat der neue wirtschaftliche Geschäftsführer beim SK Sturm seine Arbeit aufgenommen. Während sich Christopher Houben seit 1. März durch Berge von Papier wühlt, ist sein sportlicher Konterpart noch nicht besetzt. Den neuen Sportdirektor wollte die Vereinsführung ursprünglich Ende Februar präsentieren, doch daraus wurde nichts. Man wolle nichts überstürzen, meinte Präsident Christian Jauk vor Kurzem. Immerhin wolle er den Besten.

    Bis ein geeigneter Kandidat gefunden ist, hat Trainer Franco Foda bei den sportlichen Belangen das Sagen. Das führt zu der kuriosen Situation, dass sich der amtierende Trainer um seinen eigenen Nachfolger umsehen müsste - zumindest theoretisch.

    Foda kann gehen, wohin er will

    Daran, dass der Vertrag des Meistertrainers im Sommer ausläuft, hat sich nämlich nichts geändert. Trotzdem betonte der Deutsche zuletzt erneut, dass er sich einen Verbleib beim Verein vorstellen könnte. Gespräche zwischen ihm und Präsident Jauk hat es bereits gegeben. Zudem erhielt Foda die Möglichkeit, sein Konzept zu präsentieren. So lange aber nichts unterschrieben ist, kann Foda ab Sommer gehen, wohin er will.

    In seiner Wunschdestination, der deutschen Bundesliga, ist derzeit kein reizvolles Platzerl frei. In Österreich könnte genau das bald der Fall sein. Dann nämlich, wenn Salzburg-Trainer Ricardo Moniz den Hut nehmen müsste. Der Niederländer hängt nach den schwachen Ergebnissen in den letzten Wochen arg in den Seilen. Immer öfter hört man Ablösegerüchte.

    Mateschitz, der Foda-Fan

    Wird der 47-Jährige gefeuert, wird Franco Foda auf der Wunschliste von Red-Bull-Eigner Dietrich Mateschitz ganz oben stehen. Es ist ein offenes Geheimnis, dass der Unternehmer viel vom Deutschen hält. Entscheidet dieser sich für einen Wechsel in die Mozartstadt, würde man ihn sicherlich mit Handkuss empfangen.

    Angesprochen mögliche Verhandlungen reagierte Foda auf Sky zuletzt zugeknöpft und dementierte vehement. Als Typ Marke "easy going" gilt er jedoch nicht. Oft wurde damit spekuliert, dass sich Foda doch um Alternativen zur Vertragsverlängerung in Graz umsieht. Handfeste Indizien dafür gibt es allerdings nicht.

    Milanic bringt sich in Stellung

    Ein möglicher Foda-Nachfolger steht jedenfalls Gewehr bei Fuß: Darko Milanic. Schon im sport10.at-Interview brachte sich der Slowene im Dezember als Sturm-Trainer ins Spiel, gegenüber Sturm12.at legte er noch einmal nach. "Ich bin mir sicher, dass ich einmal Nationaltrainer und einmal Sturm-Trainer sein werde. Weil ich das will", gab sich Milanic selbstbewusst.

    Derzeit steht der ehemalige Verteidiger der Blackys bei NK Maribor unter Vertrag, doch das wäre aufgrund einer Ausstiegsklausel kein Problem: "Wenn ein Verein kommt, der für mich mehr Anreize bietet wie NK Maribor, dann kann ich gehen. Das ist ausgemacht."

    Das gesamte Interview mit Darko Milanic gibt es hier nachzulesen. 

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