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Heim-Blamage: Veilchen suchen das Glück

25.02.2012 | 20:34 | Daniel Kendler (sport10)

Die Austria verliert vor eigenem Publikum gegen Schlusslicht Kapfenberg mit 0:1. Viel lief bei der Vastic-Elf nicht zusammen. Zur Ladehemmung kommt noch Pech dazu.

Ein Torverhältnis von 19:4 hat Seltenheitswert. Dieses Verhältnis sollte eigentlich für eine klare Verteilung der Kräfte sorgen. Denn die letzten fünf Heimspiele der Austria gegen Kapfenberg endeten fast immer in einem Schützenfest für die Veilchen.

Am Samstag lief es in der Generali-Arena wesentlich knapper ab. Doch nicht die Austria hat das bessere Ende für sich, die Minimalisten aus Kapfenberg bringen einen 1:0-Vorsprung über die Zeit und schicken Ivica Vastic und seine Elf auf eine traurige Suche.

Die Suche nach der Offensive

In erster Linie ist es wohl die Suche nach der richtigen offensiven Mischung. Während Vastic seit drei Spielen auf die gleiche Abwehr vertraut, ist vorne derzeit alles offen. Im dritten Spiel gibt es die dritte Offensiv-Formation. So mussten gegen Kapfenberg etwa Alexander Gorgon und Roman Kienast auf der Bank Platz nehmen. Neuzugang Tomas Simkovic rutschte in die Startelf, über ihn liefen auch die meisten Offensivaktionen - waren dies jedoch zumeist Standards.

"Wir haben zu spät ins Spiel gefunden. Wir waren verhalten, fast ängstlich, was ich nicht verstehe. Jetzt müssen wir über den Kampf ins Spiel finden", erklärt Simkovic, ehe er ergänzt: "Auf die Abgänge dürfen wir uns jetzt nicht mehr rausreden. Das ist vorbei." Den offensiven Qualitätsverlust eines Nacer Barazite und Zlatko Junuzovic konnte Vastic trotz zahlreicher Varianten noch nicht kompensieren.

Die Halbzeitstatistik zeigt es: Kapfenberg, die nach einem Hands von Georg Margreitter und den danach verwandelten Elfmeter durch Nathan Junior (43.) in Führung gingen, gaben vor der Pause sechs Torschüsse ab, die Austria fünf.

Die Suche nach dem Glück

Zunächst schien das Glück noch auf der Seite der Veilchen zu sein. KSV-Neuzugang Babangida musste kurz vor der Halbzeit mit Gelb-Rot vom Platz, den Vorteil konnten die Violetten jedoch nicht nutzen. Daher die Suche nach dem Glück: Zuerst wurde ein klares Tor von Alexander Grünwald wegen angeblichen Abseits nicht gegeben, ehe man immer wieder am starken KSV-Schlussmann Raphael Wolf scheiterte und danach noch Dario Tadic in der 93. Minute den Matchball mit einem Schuss an die Stange vergab.

Nun an das 3:3 gegen Kapfenberg zu denken, dass die Austria in der letzten Saison in die Krise brachte und in weiterer Folge wohl die Meisterschaft kostete, wird jetzt auch kein Glück bringen.


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