Jantscher Schock
 

Jakob Jantscher: "Es war ein Schock"

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  • 21.02.2012 | 07:58 | (sport10)

    Jakob Jantscher wurde gegen Ende der Wintersaison immer besser, obwohl er privat einen schweren Schicksalsschlag zu verkraften hatte.

    Red Bull Salzburg hatte gerade gegen den SV Mattersburg mit 0:3 verloren. Der gesperrte Jakob Jantscher versuchte seinen Vater telefonisch zu erreichen. Erfolglos, er ging nicht an das Telefon. Wenige Stunden später erfuhr Jantscher, dass sich sein Vater Walter das Leben genommen hatte. "Ein unglaublicher Schock", erzählt Jantscher, der in der SportWoche erstmals über die dramatischen Ereignisse vor vier Monaten spricht.

    Drei Tage davor saß sein Papa noch beim Spiel gegen Athletic Bilbao auf der Tribüne. "Niemand hat etwas geahnt, wir kennen bis heute nicht die Hintergründe", erzählt Jantscher. "Keiner kann sich vorstellen, wie schwer es ist, mit so etwas umzugehen."

    Fußballerisch lief es bei Jantscher

    Fußballerisch lief es für Jantscher nach dem Freitod seines Vaters dennoch sensationell. Gegen Kapfenberg traf er beim 6:0-Sieg doppelt, überhaupt war er im Schlussspurt der Wintersaison 2011 der beste Salzburger. Auch ihm ist es zu verdanken, dass Salzburg in der Europa League eine Runde weitergekommen ist. Beim Stand von 0:2 verwertete er in Bratislava den Elfmeter zum 1:2. Auch die Flanke, die schließlich zum 3:2-Endstand führte, kam von Jantscher.

    Lob erntete er dafür auch von Salzburg-Coach Ricardo Moniz: "Es ist bewundernswert, wie Jakob sich nach seinen privaten Problemen sportlich entwickelt hat."

    Dicke Freunde Jantscher und Beichler

    Halt fand Jantscher in dieser schweren Zeit bei seiner Familie, aber auch bei Daniel Beichler von der SV Ried, nächster Gegner von Salzburg am kommenden Sonntag. Beichler sagte erst vor wenigen Wochen im Gespräch mit sport10.at:

    "Mit Jakob verbindet mich mehr als nur der Fußball. Wir haben sehr viel Kontakt, haben uns auch in Salzburg getroffen. Jakob ist für mich persönlich eine sehr wichtige Person. Dem kann ich immer vertrauen. Er kennt alle meine Geschichten. Jakob ist für mich wie ein Familienmitglied. Er kann mir Tipps geben, ihm kann ich blind vertrauen." Umgekehrt war das nicht anders.

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    Lesen Sie in der aktuellen SportWoche, wie Daniel Beichler Jakob Jantscher geholfen hat, was Jantscher seinem Vater zu verdanken hat, weshalb er sich von den Behörden im Stich gelassen fühlte und warum Beichler und Jantscher sich eigentlich geschworen hatten, nie gegeneinander zu spielen.

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