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FUSSBALL - BL, Sturm vs Wacker
 

Akte Szabics: Kreuzers Fehler im Vertrag

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  • 08.10.2013 | 14:55 | (sport10)

    Sturm Graz hat einen neuen Chefscout: Bei Imre Szabics soll jetzt alles zusammenlaufen. Über einen Kreuzer-Fehler, Qualifikationen und ein gutes Auge.

    Es war eine der ungewöhnlichen Meldungen der vergangenen Wochen. Imre Szabics, 32, beendete seine Karriere. Nur kurz zuvor mit der ungarischen Nationalmannschaft gegen Tschechien im Einsatz, hängte der Stürmer seine Schuhe an den Nagel. "Wir planen mit Imre nicht mehr. Aber soweit ich weiß, sieht er sich ab Sommer 2014 auch nicht mehr als Fußballer", übte Sturms Generalmanager Gerhard Goldbrich bereits Anfang September im sport10.at-Interview Druck aus. Wenig später beendete der Ungar seine Karriere und wurde von Sturm als Chefscout installiert. Zumindest bis 2015 soll er das auch bleiben, erklärt Generalmanager Goldbrich.

    Ein dubioser Kreuzer-Fehler

    Im Sommer 2012 zwang ein fehlerhaftes Vertragsdetail, verursacht von Oliver Kreuzer, Sturm Graz und Szabics zu einer Kompromisslösung. Durch eine falsche Formulierung des neuen HSV-Sportdirektors hätten die Grazer ihrem Stürmer eine Bonuszahlung doppelt entlohnen müssen (nach der Kreuzer-Ära gab es bei mehreren Verträgen Probleme). Viel Geld für Sturm. So einigte man sich schlussendlich, indem man Szabics' Vertrag ein Jahr vor Ende auffrischte und bis Sommer 2014 verlängerte.

    Inklusive Anschlussvertrag bis 2015 für Tätigkeiten im Sturmmanagement. Diesen Schritt vollzog Szabics nun früher als gedacht. Sein neuer Job: Chefscout. Dafür wurde das Dienstverhältnis mit Sturm Graz geändert. Goldbrich erklärt auf Anfrage: "Nach dem Karriereende haben wir Imres Vertrag geändert. Zuvor war er bis 2014 an uns gebunden, dazu ein einjähriger Anschlussvertrag. Mit seinem neuen Vertrag hat Imre ebenfalls bis 2015 Sicherheit."

    Aber warum ausgerechnet Scouting? "Ich habe die Leute immer bewundert, die den Blick dafür hatten, ob aus einem Jungen etwas wird. Jetzt muss ich zeigen, dass ich auch ein gutes Auge habe", sagt Szabics in der aktuellen Ausgabe der SPORTWOCHE. Der Ex-Striker weiter: "Viele wollten wissen, was hinter meinem Karriereende steckt. Aber ich hätte sowieso mit Ende der Saison aufgehört."

    Bei Szabics wird alles zusammenlaufen

    Mit Szabics erschließt Sturm neue Gefilde. Goldbrich: "Bevor ich zu Sturm gekommen bin, hat es nie Scouts gegeben. Jetzt sind wir mit Reinmayr, Rajkovic und Szabics gut aufgestellt. Imre beobachtet nicht nur, sondern übernimmt auch die Koordination. Irgendwo muss ja alles zusammenlaufen." Doch was qualifiziert den 32-Jährigen unmittelbar nach Karriereende für den Posten des Chefscouts? Goldbrich erklärt: "Imre befasst sich mit dem Thema schon seit einiger Zeit intensiv. Mit Scouting11 hat er auch schon eine eigene Plattform gegründet." Bei seinen Aufgabengebieten soll Szabics dennoch von Goldbrich herangeführt werden, wie der Generalmanager betont.

    "Imre bekommt vom Trainer und von mir Namen, diese Spieler werden beobachtet. Zusätzlich arbeiten wir mit der besten Scouting-Software." Wie diese heißt, will Goldbrich nicht verraten. "Damit arbeiten meines Wissens nur wir und ein weiterer Bundesligist und alles muss ich ja auch nicht verraten." Trotz einiger Fortschritte ist Goldbrich noch nicht zufrieden. "Aber wir haben für den Start eine ganz gute Struktur. Das Netz müssen wir aber weiter aufziehen. Aber wenigstens sind wir jetzt nicht mehr auf Spieler-Empfehlungen externer Personen angewiesen."

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