Stevens knöpft sich seine Bullen vor

Salzburgs 1:2-Niederlage bei Rapid hat für den Meister noch ein Nachspiel. Huub Stevens will sich seine Mannschaft vorknöpfen.

"Meine Mannschaft muss im Ballbesitz nach vorne spielen, auch im Hanappi-Stadion. Das verlange ich von ihr. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir aber nur reagiert, überhaupt nicht agiert. Und das gefällt mir überhaupt nicht."

Huub Stevens ist nach der bitteren Niederlage am Sonntag in Wien gar nicht gut auf seine Spieler zu sprechen. Die können sich in den kommenden Tagen warm anziehen. "Ich werde mir die Mannschaft im Training vornehmen."

Salzburger Baustellen

Dabei wird Stevens nicht nur den fehlenden Offensivgeist ansprechen, sondern vor allem auch, dass Salzburg schon im zweiten Spiel hintereinander - nach dem 1:1 in Nikosia am vergangenen Dienstag - ein Gegentor in allerletzter Minute kassiert hat. "Das darf doch einfach nicht passieren", schimpft Stevens. 

Beim Last-Minute-Tor von Steffen Hofmann stört ihn weniger die Defensivleistung ("Es wurde nicht gedoppelt, dann ist auch noch einer ausgerutscht"), sondern vielmehr: "Dass wir davor zwei Freistöße in der gegnerischen Hälfte haben, den Ball aber nicht in den Sechzehner bekommen. Dort hatten wir mit Boghossian einen großen Stürmer. Aber die Bälle sind gerade einmal einen halben Meter hoch gekommen!"

Chance für Jantscher

Schon am Mittwoch wartet das wichtige Rückspiel in der Champions-League-Quali gegen Nikosia. Bis dahin will Stevens, dass diese Nachlässigkeiten behoben sind. "Sonst kriegen wir gegen jeden Gegner Probleme", ist sich der Niederländer sicher.

Gut möglich, dass er deshalb Änderungen vornimmt in der Startelf, die in Wien ident mit jener auf Zypern war. Denn über die Seiten - essenziell für Stevens' 4-2-3-1-System - ging im Hanappi-Stadion sehr wenig. Vor allem über Links. Stevens: "Ja, mit Dusan Svento bin ich derzeit nicht zufrieden."

Eine Chance für Jakob Jantscher, der gegen Rapid das einzige Bullen-Tor erzielte, seine eben erst erlangte Joker-Rolle gleich wieder abzugeben. Mit ihm wurde das Spiel der Salzburger deutlich variantenreicher.

Außerdem interessant: Jantscher rochierte mit Gonzalo Zarate von Rechts auf Links. Das wurde nur in einem einzigen Testspiel geprobt.


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