FAK: Dragovic-Verkauf im Juli

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  • 23.06.2010 | 17:01 | (sportnet.at)

    Zwei Posten in der Abwehr sind noch zu besetzen. Dann hat die Austria ihr Einkaufsprogramm vorerst abgeschlossen. Die Violetten rechnen fix mit einem Verkauf von Aleks Dragovic.

    Am Rande der Eröffnung der neuen Austria-Akademie - einen Steinwurf vom Horr-Stadion entfernt - wird an der Stelle großer violetter Zukunftshoffnungen auch der Kader der Gegenwart diskutiert.

    AG-Vorstand Thomas Parits spricht gegenüber sportnet.at einmal mehr aus, was viele FAK-Fans und auch Stimmen in den eigenen Austria-Reihen nicht gerne hören wollen: "Ich plane nicht mehr mit einem Verbleib von Aleksandar Dragovic und rechne damit, dass der Verkauf noch im Juli über die Bühne gehen kann."

    Austria will Bares sehen

    Der Sportchef will mit dem 19-jährigen Innenverteidiger unbedingt noch gutes Geld verdienen. Dragovic hat bis 2011 Vertrag, wäre in einem Jahr also ablösefrei. Anders als bei Okotie und Schiemer wollen die Veilchen für diesen Rohdiamanten, der den FAK-Nachwuchs seit der U7 durchlaufen hat, Bares sehen.

    Kritiker dieses Plans bevorzugen, dass Dragovic noch dieses eine Jahr als Fixpunkt in der Innenverteidigung glänzt. Der Traum einiger ist sogar eine vorzeitige Vertragsverlängerung. Dann würde man bei einem Verkauf immer noch gut verdienen. Diese Variante scheint derzeit aber unwahrscheinlich.

    Dragovic selbst hält sich mit Statements, seine unmittelbare Zukunft betreffend, zurück. Er habe einen aufrechten Austria-Vertrag und kein Problem damit, diesen zu erfüllen.

    Ein Legionär für Dragovic?

    Was die Dragovic-Nachfolge betrifft, müsste sich Parits dann auf die Suche nach einem Legionär machen. "In der Innenverteidigung ist derzeit keine starke österreichische Lösung in Sicht. Margreitter haben wir ja verpflichtet. Ich halte deshalb einen der sechs Legionärs-Plätze frei. Nach dem Dragovic-Verkauf hätten wir dafür Geldmittel frei."

    Mit Acimovic, Hlinka, Jun, Vorisek und Schumacher stehen im engeren Kreis derzeit fünf Ausländer bei den Wienern unter Vertrag.

    Keine Einigung bei Koch

    Keinen Druck sieht Parits in punkto Standfest-Nachfolge auf der rechten Abwehrseite. Mit Wunschkandidat Fabian Koch wäre man sich längst einig. Wacker Innsbruck beharrt dem Vernehmen nach aber auf 500.000 Euro Ablöse. Zu viel für die Austria. Klappt es jetzt nicht, soll der "Rising Star" der letzten Erste-Liga-Saison in einem Jahr kommen.

    Klein oder Vorisek als Standfest-Nachfolger

    Parits sieht kein Problem darin, den Rechtsposten in der Verteidigung mit Petr Vorisek oder Florian Klein zu besetzen. Vorisek hat Standfest schon in der letzten Saison vertreten. Was den Abgang von Standfest betrifft, hält der Sportchef einmal mehr fest: "Wenn es um private und menschliche Probleme geht, kann man einen Spieler nicht zu einem Verbleib zwingen. Das wäre für uns und Joachim nicht gut gewesen."

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