Springt Rapid Grosssponsor
 

Springt Rapid ein Großsponsor ab?

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  • 22.02.2013 | 09:03 | (sport10)

    Dem SK Rapid könnte ein Großsponsor abhanden kommen. Nach der Orange-Übernahme von 3 ist eine Vertragsverlängerung in Gefahr. sport10.at sprach mit Edlinger.

    Über Hütteldorf könnten die nächsten Gewitterwolken aufziehen. Anfang Jänner bestätigte der Mobilfunkanbieter "3" den Kauf von Orange Austria. Der milliardenschwere Übernahme-Deal könnte für Rapid bittere Folgen haben. Der Premiumsponsor Orange könnte den Sponsorenvertrag mit Rapid nicht mehr verlängern. SK-Rapid-Präsident Rudolf Edlinger bestätigte gegenüber sport10.at, dass bereits nach Alternativen gesucht wird.

    "Müssen Alternativen aufstellen"

     Springt Rapid Grosssponsor

    Seit 2008 prangt Orange auf der Brust von Kapitän Steffen Hofmann. Dafür sollen die Hütteldorfer eine Million Euro kassieren. Verlängert Orange nach der Übernahme den Vertrag nicht, könnte Rapid ins Straucheln kommen. Denn dieser Sponsor-Betrag deckt gut ein Elftel der Personalkosten (Saison 2011/12: 11,2 Millionen Euro) ab. sport10.at konfrontierte Rapid-Präsident Edlinger mit dem Schreckensszenario.
    Wir sind mit Orange in Gesprächen. Ob die neuen Eigentümer den Vertrag mit Rapid verlängern oder nicht, kann ich nicht sagen

    "Dazu kann ich jetzt nicht viel sagen. Wir sind mit Orange in Gesprächen. Ob die neuen Eigentümer den Vertrag mit Rapid verlängern oder nicht, kann ich nicht sagen", gibt sich Edlinger zurückhaltend. Ein Orange-Ausstieg würde Rapid schmerzen, bestätigt der Präsident. "Wir müssten Alternativen aufstellen. An dem arbeiten wir gerade." Selbst bei der alten Orange-Riege weiß man nicht, was Hutchison 3G Austria vor hat: "Wir kennen die Pläne unseres neuen Eigentümers in Bezug auf unsere Sponsoring-Aktivitäten (Rapid-Sponsoring) nicht und können daher dazu derzeit nichts sagen", heißt es da.

    "Jelavic-Geld wirtschaftlich wichtig"
     Springt Rapid Grosssponsor

    Es gibt jedoch auch positive Meldungen bei Rapid. Die Glasgow Rangers überwiesen Rapid eine ausständige Zahlung von 820.000 Euro für den Nikica-Jelavic-Transfer. "Das war eine Entscheidung in ihrem Interesse. Für sie war es sportlich wichtig, für uns wirtschaftlich. Die Schotten versuchen mit irgendwelchen Maßnahmen, die ich nicht kenne, die Rangers wieder in die oberste Spielkasse zu führen. Denen fehlt ja das Derby schlechthin. In Schottland gibt es im wesentlichen zwei Mannschaften, die die Fußballlandschaft prägen", sagt Edlinger.

    Das war eine Entscheidung in ihrem Interesse. Für sie war es sportlich wichtig, für uns wirtschaftlich.

    Die Zahlung an Rapid war für die Rangers sportlich Existenznotwendig. Ohne beglichene Verbindlichkeiten wäre den "Rangers-Neu" der Zugang zu internationalen Bewerben verwehrt geblieben. Auch der restliche Betrag soll noch folgen: "Wir bleiben aber mit der vollen Forderung der letzten Rate am Konkursverfahren der Altgesellschaft beteiligt und ich bin zuversichtlich, dass wir in diesem Zusammenhang noch eine Zahlung erhalten und schlussendlich jenen Gesamtbetrag verbuchen können, der vertraglich vereinbart war."

    "Kurzschlusshandlung ist ein Jammer"
     Springt Rapid Grosssponsor

    Positiv wertet Edlinger auch Rapids Leistung bei der 1:2-Derbyniederlage. "Die Niederlage haben wir uns ja selber zugefügt. Auch wenn wir mit zehn Mann besser als die Austria waren. Bosko war bei seiner Kurzschlusshandlung übermotiviert. Dass das so einem routinierten Spieler passiert, ist ein Jammer", sagt Edlinger. Wermutstropfen: Boskovic ist gegen Salzburg gesperrt. "Natürlich ein Nachteil. Mit ihm ist das Spiel flexibler, aber wir werden es auch ohne ihn schaffen."

    Dass das so einem routinierten Spieler passiert ist ein Jammer.

    Die im Winter entstandene Aufbruchstimmung könnte schnell in Gefahr geraten. Nach Salzburg wartet der direkte Konkurrent Sturm Graz. Angst hat Edlinger aber keine: "Im Fußball ist es immer ein Auf und Ab. Man benötigt das Quäntchen Glück. Stellen wir uns vor, Deni Alar trifft in der 96. Minute in Novi Sad das Tor nicht. Im Fußball kann man langfristig Wünsche haben, aber der Sport ist so, dass durch Ad-hoc-Ereignisse negative oder positive Situationen eintreten." Nachsatz: "Ich gehe im Frühjahr von besseren und beständigeren Leistungen als noch im Herbst aus."

    Schulte ist ein hervorragender Mann. Keine Frage.

    Mitverantwortlich dafür soll auch Neo-Sportdirektor Helmut Schulte sein. Der Deutsche schwingt seit Dezember das Zepter und hinterließ einen guten Eindruck. "Ein hervorragender Mann. Keine Frage. Er hat Kenntnisse in allen Bereichen. Er war Nachwuchsleiter, Trainer, Sportdirektor." Der Mix macht es aus: "Schulte hat bei verschiedenen Vereinen gearbeitet - was das Image und die wirtschaftliche Situation betrifft. Er passt ganz gut zu uns."

     

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