Neuen Titelkampf
 
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Die neuen Trümpfe im Titelkampf

Austria Wien ist der große Gejagte im Frühjahr und hat mit Nacer Barazite einen echten Joker im Titelkampf. Aber auch Salzburg und Rapid haben frisches Blut. Was bedeutet das im Titelkampf?

01.02.2013 | 12:10 | (sport10)

Das Winter-Transferfenster 2013 ist seit Mitternacht geschlossen. Ein Periode, die es in sich hatte. Vor allem die beiden Wiener Großklubs haben noch einmal ordentlich zugeschlagen. Bei Rapid kamen zwei absolute Topverstärkungen. Branko Boskovic und Marcel Sabitzer heuerten im Westen Wiens an, die Austria hat zwar "nur" einmal zugeschlagen, dieser Transfer kann sich aber sehen lassen.

Nacer Barazite kehrt nach einem verkorksten Jahr in Monaco wieder nach Wien-Favoriten zurück. Und Salzburg? Auch Salzburg stehen neue Kräfte im Kampf um den Titel zur Verfügung, obwohl die Bullen in dieser Transferperiode keinen einzigen neuen Spieler unter Vertrag nahmen.

Einzig Sturm Graz hat für die 16 Spiele im Frühjahr keinen Neuen geholt. Der Transfer von Daniel Beichler zu Sturm schien schon so gut wie sicher, allerdings sprang Sturm ein Investor ab, weshalb Beichler jetzt in Sandhausen gegen den Abstieg spielt, statt in Graz um einen Platz unter den ersten Vier.

Was bedeuten die Transfers für den Titelkampf? sport10.at nahm Austria, Salzburg und Rapid unter die Lupe.

FK Austria Wien

Was war das nicht für ein Hin und Her bei Nacer Barazite. Er kommt, wenn die Bedingungen passen, er kommt nicht, er kommt vielleicht und er kommt. Lange ließ Monaco die Austria zappeln, am Mittwoch wurde der Transfer dann unter Dach und Fach gebracht. Die Austria leiht Barazite bis zum Saisonende aus und besitzt dann eine Kaufoption. Zieht man diese, würde sich der Vertrag um drei Jahre verlängern.

Auch wenn Barazite im vergangenen Jahr kaum gespielt hat, so ist er für die Veilchen auf jeden Fall eine echte Verstärkung. Bei der Austria hat er schon einmal gezeigt, was er kann und jetzt kommt er in jenes Umfeld zurück, das er kennt und in dem er sich wohlfühlt. Peter Stöger hat nun die Qual der Wahl.

Die große Frage: Wo soll Barazite spielen? Wahrscheinlich stellt er sein System um, spielt ab der Frühjahrssaison ein 4-4-2. Ein Sturm-Duo Philipp Hosiner/Barazite hat es jedenfalls in sich. Tore sind vorprogrammiert. Der Titel führt nur über die Austria.

Red Bull Salzburg

Apropos Qual der Wahl: Die hat auch Salzburg-Trainer Roger Schmidt. Salzburg hat zwei fast neue, ein ganz neues Gesicht in der Mannschaft und einen Spieler, den man erst im Sommer holen wird. Ante Roguljic (16), ein kroatisches Toptalent, das auch von Arsenal und Ajax Amsterdam gjegt wurde, wird von Adriatic Split nach Salzburg wechseln. Zymer Bytyqi (16) wurde bereits im Sommer für Jänner verpflichtet und die langzeitverletzten Dusan Svento und Alan sind endlich wieder fit.

"Alan und Dusan sind für uns fast ganz neue Spieler. Ich kenne sie kaum, weil sich der eine (Svento; Anm.) im ersten Spiel verletzte und der andere (Alan; Anm.) noch überhaupt nicht fit war", sagt Sportdirektor Ralf Rangnick. Doch wo sollen sie spielen? Svento wird wohl als linker Außenverteidiger auflaufen, Alan hat in der Vorbereitung gezeigt, was in ihm steckt und einige Tore erzielt.

Gut möglich, dass der Brasilianer gemeinsam mit Jonathan Soriano auf Torjagd gehen wird. Dann wird es im Mittelfeld eng. Eins steht fest: Durch die Rückkehr von Alan und Svento haben die Salzburger viel Qualität gewonnen. "Die Aufholjagd kann beginnen", sagt Svento.

Sieben Punkte muss Salzburg aufholen. Und was, wenn es nicht klappt, kommt dann im Sommer wieder ein Totalumbruch? Das hat Rangnick bereits ausgeschlossen. "Dieses Team, so wie es jetzt ist, muss länger zusammenarbeiten", hält Rangnick fest.

SK Rapid Wien

Vieles hat sich in der Winterpause bei Rapid getan. Zunächst kam mit Helmut Schulte ein neuer Sportdirektor, dann wurde Marcel Sabitzer verpflichtet, ehe Branko Boskovic nach Wien-Hütteldorf zurückkehrte. Mit Sabitzer hat man einen schnellen rechten Außenstürmer geholt, der so für noch mehr Torgefahr sorgen wird. Und Boskovic wird die Lücke schließen, die er selbst hinterlassen hat.

Er wird gemeinsam mit Steffen Hofmann die Fäden im Mittelfeld ziehen. Eine Kampfansage im Kampf um den Titel. Zehn Punkte beträgt der Rückstand auf Stadtrivale Austria Wien. Im ersten Spiel im Frühjahr am 16. Februar steht das Duell gegen die Veilchen auf dem Programm. Bei einem Sieg wären es "nur" noch sieben Zähler.

Rapid hat aber auch einige Spieler abgegeben. Muhammed Ildiz verließ Rapid in Richtung Deutschland. Er heuerte für 500.000 Euro beim 1. FC Nürnberg an. Einen Ersatzmann hat man nicht mehr gefunden, auch wenn man sich mit Ried wegen Anel Hadzic Gerüchten zu Folge bereits einig war. Der soll sich angeblich geweigert haben, nach Wien zu kommen. Seisdrum: Rapid hat es geschafft, durch den Verkauf von Ildiz mehr Geld in die Kassen zu spülen, als auszugeben. Zudem hat man Boris Prokopic, den es nach Altach zog, von der Payroll bekommen.

Wirtschaftlich gut, ob es sportlich zum Titel reicht? Zehn Punkte in 16 Spielen aufzuholen, ist zwar nicht unmöglich, aber schwer. Den Titel hat man bei Rapid aber ohnehin nie als Ziel ausgegeben.

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