Knaller Thema erledigt
 

Knaller: "Das Thema ist erledigt"

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  • 31.01.2013 | 16:28 | (sport10)

    Goalie Marco Knaller im sport10.at-Interview über seinen gescheiterten Wechsel zur Admira, wieso er es beim WAC nochmals wissen will und warum er weiterhin von Deutschland träumt.

    Seine Karriere begann Marco Knaller bei der Admira, ehe er 2009 über den FC Lustenau den Sprung nach Deutschland schaffte. In Kaiserslautern kämpfte der Sohn von Torhüterlegende Wolfgang Knaller um das Einserleiberl, was jedoch ausblieb. Nach drei Jahren endete das Abenteuer Ausland und der 25-Jährige kehrte etwas enttäuscht zurück nach Österreich.

    Doch auch beim Aufsteiger WAC bekam Knaller nicht die Chance, sich ins Rampenlicht zu spielen, weshalb er sich in dieser Winterpause um einen neuen Verein bemühte. Obwohl vieles bereits auf die Admira hindeutete, scheiterte der Wechsel in letzter Sekunde und die Südstädter entschieden sich für Jürgen Macho.

    Ein Wechsel ist abgehackt

    "Ich weiß nicht genau, warum es nicht geklappt hat. Es hat sich sehr in die Länge gezogen und ich denke, dass es aufgrund der Ablöse gescheitert ist, weswegen sich die Admira dann anderweitig umgesehen und mit Jürgen Macho einen Tormann gefunden hat", so Marco Knaller im Gespräch mit sport10.at.

    Mein Kopf war am Anfang aufgrund des möglichen Wechsels zur Admira nicht wirklich frei. Jetzt ist das Thema aber erledigt und ich konzentriere mich voll auf den WAC.

    Ein möglicher Wechsel ist für den Goalie somit abgehakt. "Es gab nur Gespräche mit der Admira. Ich bleibe auf jeden Fall bis Sommer beim WAC und werde danach eine Entscheidung treffen, wie es weitergeht", so Knaller und betont, dass "mein Kopf am Anfang der Vorbereitung aufgrund des möglichen Wechsels nicht wirklich frei war. Jetzt ist das Thema aber erledigt und ich konzentriere mich voll auf den WAC."

    Unbefriedigender Herbst

    Eines ist jedoch klar. Mit dem Herbst, wo Knaller nur dreimal das Tor hüten durfte, ist der gebürtige Villacher nicht zufrieden. "Natürlich ist so eine Situation nicht befriedigend für mich, ich gebe aber immer Vollgas und hoffe, dass ich im Frühjahr meine Chancen bekomme."

    Als Tormann ist es schwer, einen Verein zu finden. Dazu braucht man natürlich das nötige Glück, um spielen zu können. Das hatte ich bisher eigentlich nicht.

    Zudem hat er alles andere als eine leichte Konkurrenz. Christian Dobnik spielte einen überragenden Herbst und sicherte der Mannschaft viele Punkte. "Wer die Nummer eins ist, entscheidet der Trainer. Ich kann nur meine Sache zu 100 Prozent machen und das tue ich auch." Wie das Verhältnis zur Konkurrenz ist? "Normal. Wir sind glaube ich nicht die besten Freunde, aber wir haben ein ganz normales Arbeitsverhältnis."

    "Hätte stärker sein müssen"

    Marco Knaller muss sich wohl auch im Frühjahr mit der Ersatzbank begnügen. Und das, obwohl der 25-Jährige in Kaiserslautern einiges an Erfahrung sammeln durfte. "Ich habe gesehen, was es heißt, Profi zu sein und konnte sowohl sportlich als auch menschlich sehr viel mitnehmen. Es war aber alles andere als leicht."

    Obwohl Knaller auf höchstem Niveau trainieren konnte und vom harten Konkurrenzkampf profitierte, konnte er sich in Kaiserslautern nicht durchsetzen. "In meiner Mannschaft waren zwei deutsche U21 Teamtormänner. Beide waren aus der Lautern-Jugend und das hat die Sache natürlich nicht einfacher gemacht. Zwar hätte jeder von uns spielen können, nur hätte ich vermutlich noch stärker als die beiden sein müssen, um sie zu verdrängen."

    In Lautern waren zwei U21 Tormänner. Das hat die Sache natürlich nicht einfacher gemacht. Zwar hätte jeder von uns spielen können, nur hätte ich vermutlich noch stärker sein müssen, um sie zu verdrängen.

    "Möchte wieder ins Ausland"

    Obwohl der Abschied alles andere als positiv ausfiel, möchte der Kärntner die Zeit in Deutschland auf keinen Fall missen. "Durch meine Verletzung und dem auslaufenden Vertrag war der Abschluss leider negativ. Aber das kann man nicht mehr ändern und ich habe trotzdem viel lernen können."

    Trotz all dem hat Knaller den Traum vom Ausland nie aufgegeben. "Langfristig will ich natürlich wieder ins Ausland. Ich habe jetzt gesehen, wie das in Deutschland abläuft und ich finde, dass die Deutsche Bundesliga die beste Liga der Welt ist. Dort will ich unbedingt nochmals hin."

    Dass es vor allem für einen Tormann schwer wird, einen passenden Verein zu finden, ist dem 25-Jährigen bewusst. "Vor allem in Österreich, wo es in der Bundesliga ja nur zehn Vereine gibt. Man braucht natürlich das nötige Glück, um spielen zu können. Das hatte ich bisher eigentlich nicht."

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