Rakowitz brauchte sehr viel
 

Rakowitz: "Ich brauchte sehr viel Ehrgeiz"

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  • 17.01.2013 | 13:46 | (sport10)

    Wiener Neustadts Flügelflitzer Stefan Rakowitz über seinen großen Traum, die nächsten Schritte, seine Leistungen in der Bundesliga und über seine harte Ausbildung.

    Über die Burgenland Akademie arbeitete sich Stefan Rakowitz in die "Heute für Morgen" Erste Liga zum TSV Hartberg. Vier Jahre beziehungsweise 107 Spiele sowie 16 Tore später folgte für den heute 22-jährigen Mittelfeldspieler der nächste Schritt in seiner Karriere.

    Der "Youngstar des Monats August 2010" in der zweithöchsten Liga wechselte im Sommer 2012 in die Bundesliga zum SC Wiener Neustadt. Rakowitz überraschte alle Kritiker und überzeugte mit bärenstarken Leistungen. In 16 Spielen traf der Burgenländer gegen Rapid und die Admira und war zudem an vier weiteren Treffern beteiligt. sport10.at hat sich mit dem Flügelflitzer unterhalten und über seine nächsten Schritte gesprochen.

    sport10.at: Stefan, man hat das Gefühl, du spielst schon eine Ewigkeit in Wiener Neustadt. Du bist aber erst letzten Sommer von Hartberg in die Bundesliga gewechselt.

    Stefan Rakowitz: Ja, das stimmt. Wiener Neustadt wollte mich eigentlich schon ein Jahr zuvor, aber es wurde damals nichts. Es gab ja den Trainerwechsel von Peter Schöttel auf Peter Stöger und dann hat Stöger vom GAK einen Spieler mitgenommen. Heuer hat es dann zum Glück geklappt.

    Gab es auch noch andere Angebote?

    Ja, die hat es gegeben, aber ich will darauf nicht eingehen. Ich habe mich für Wiener Neustadt entschieden, weil ich denke, dass es das Beste für meine Entwicklung ist.

    Ich bin sehr zufrieden. Ich hätte mir nie gedacht, dass ich 16 Mal am Platz stehe und so oft spielen kann. Das ist echt toll.

    Mit deiner ersten Halbsaison in der Bundesliga kannst du auf jeden Fall stolz sein.

    Ich bin sehr zufrieden. Ich hätte mir nie gedacht, dass ich 16 Mal am Platz stehe und so oft spielen kann. Das ist echt toll.

    Wie bewertest du im Allgemeinen die Herbstsaison von Wiener Neustadt?

    Es hat uns schon im Vorhinein jeder als Abstiegskandidat Nummer eins auf der Rechnung gehabt, aber ich denke, dass es für uns gut ist, dass wir nicht als Letzter überwintern. Wir sind zwar punktegleich, aber alles in allem haben wir uns immer wieder gut zurückgekämpft. Leider haben wir aber sehr viele Punkte liegen gelassen. Wir könnten viel besser dastehen.

    Der Sieg zum Abschluss gegen Rapid war sicherlich für das Selbstvertrauen förderlich.

    Der war auf jeden Fall wichtig. So sind wir noch einmal mit drei Punkten in die Pause gegangen und haben gesehen, dass wir jeden Gegner fordern können. Wir können auch gegen die Großen gewinnen. Das war extrem wichtig und wir haben sehr gut gespielt.

    Wir haben gesehen, dass wir jeden Gegner fordern können. Wir können auch gegen die Großen gewinnen. Das ist extrem wichtig.

    Wo siehst du die größten Unterschiede zwischen der Bundesliga und der Ersten Liga?

    Im Zweikampf. Es wird viel mehr darauf geachtet und natürlich ist auch das Tempo viel höher.

    Blicken wir weiter zurück. Du hast deine Karriere in der Burgenland Akademie begonnen. Damals hat es aber nicht so einen tollen Komplex wie heute gegeben.

    Das stimmt. Die Akademie hat sich extrem verändert. Bei mir war noch alles anders. Ich musste immer nach der Schule von Pinkafeld nach Eisenstadt pendeln. Das war schon sehr hart und ich hatte sehr wenig Freizeit. Manchmal hatten wir auch in Güssing Training, aber das war von der Entfernung für mich kein Unterschied.

    Eine anstrengende Zeit.

    Ja, das war schon eine harte Zeit und man braucht viel Ehrgeiz, denn die Schule sollte man ja auch nicht vernachlässigen. Ich habe das aber gut gemeistert.

    Die Bemühungen haben sich gelohnt und du spielst in der höchsten Spielklasse. Wie gefällt es dir bisher beim SC?

    Sehr gut. Wir trainieren in Steinbrunn und haben dort alles, was wir brauchen. Kraftkammer, Kunstrasen und sogar eine Halle.

    Könntest du dir auch eine längerfristige Zukunft in Wiener Neustadt vorstellen?

    Mein Vertrag läuft noch bis Sommer 2013. Aber es gibt noch eine Option auf ein weiteres Jahr. Was die Zukunft bringt, weiß ich aber nicht und das kommt immer auf die Situation an.

    Ich musste immer nach der Schule von Pinkafeld nach Eisenstadt pendeln. Das war schon sehr hart und ich hatte sehr wenig Freizeit. Die Schule darf man ja auch nicht vernachlässigen.

    Sind eigentlich bereits andere Vereine auf dich aufmerksam geworden?

    Ja, es gab schon Gespräche - auch mit größeren Vereinen - aber nie etwas Konkretes.

    Wie sollten deine nächsten Schritte aussehen?

    Der nächste Schritt muss ein Wechsel zu einem größeren österreichischen Verein sein, über den ich dann einmal den Schritt ins Ausland schaffen kann.

    Gibt es da einen bestimmten Klub, für den du gerne mal spielen würdest?

    Nein. Ich lasse alles auf mich zukommen und ich würde mir anhören, was das Beste für mich ist.

    Und in welche ausländische Liga sollte es dich verschlagen?

    Nach England. Andreas Weimann ist da natürlich auch ein bisschen ein Vorbild für mich. Er hat sich sehr gut entwickelt.

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