Mendes Dann sowieso
 

Mendes: "Dann bin ich sowieso weg"

  • Bild:
  • 14.01.2013 | 11:28 | (sport10)

    Vom Führungsspieler auf die Ersatzbank. David Mendes da Silva hat in Salzburg keinen leichten Stand. Bei sport10.at spricht der Niederländer von Abschied.

    David Mendes da Silva (30) ist fußballerisch wahrscheinlich einer der besten Spieler der österreichischen Bundesliga und er hätte, wenn er nicht ständig verletzt gewesen wäre, für Red Bull Salzburg eine ähnlich große Rolle spielen können wie Steffen Hofmann bei Rapid.

    Der Niederländer machte in Salzburg keine leichte Zeit durch. Aktuell wäre er fit, aber er darf nicht mehr spielen. Ein Abschied spätestens im Sommer ist wohl nicht abzuwenden. sport10.at bat den 30-jährigen Mittelfeldspieler zum Interview.

    sport10.at: David, die Weihnachtsfeiertage gut verbracht?

    David Mendes: Das war eine sehr angenehme Zeit. Ich war zuhause in den Niederlanden mit meiner Familie. Fußball war da einmal komplett nebensächlich und ich konnte total abschalten.

    Also hast du dir keine Gedanken über deine Situation in Salzburg gemacht.

    Dass ich zuletzt nicht mehr gespielt habe, macht mich schon sehr traurig. Das ist mir in meiner Karriere noch nie passiert. Überall wo ich bis jetzt war, war ich Stammspieler, habe immer gespielt. Aber ich muss das selber managen. Diese Situation kann ich nur selbst verändern sonst niemand. Ich habe in Salzburg noch sechs Monate Vertrag, dann bin ich ja sowieso weg, aber in diesen sechs Monaten will ich noch einmal alles geben.

    Dass ich zuletzt nicht mehr gespielt habe, macht mich schon sehr traurig.

    Ein Abgang im Winter wäre keine Lösung?

    Ich habe bis dato noch nichts gehört, dass ich die Möglichkeit hätte, den Verein zu verlassen. Ich habe mit meinem Berater geredet. Ich würde natürlich gerne wechseln, weil ich spielen will. Andererseits will ich mich aber auch in Salzburg noch einmal durchbeißen und meinen Teil dazu beitragen, dass wir die Meisterschaft gewinnen. Salzburg als Meister zu verlassen, das ist natürlich auch ein Ziel.

    Wenn ein Angebot kommt bist du aber weg.

    Dann muss man eine Lösung finden. Wenn ein Verein kommt, der mich absolut reizt, muss man reden.

    Im vergangenen Winter waren ja die Queens Park Rangers dran.

    Das wäre mein Traum gewesen. Warum das letztendlich gescheitert ist, weiß ich nicht.

    Wenn ein Verein kommt, der mich absolut reizt, muss man reden.

    Ricardo Moniz wollte dich angeblich nicht ziehen lassen.

    Er hat zu mir gesagt, dass er einem Transfer zugestimmt hätte. Eigentlich war damals schon alles klar, aber der Verein hat mich dann nicht gehen lassen. Das war eine komische Sache, aber es war und ist jetzt so.

    In Salzburg hast du Dinge erlebt, die dir davor nie passiert sind. Du warst oft verletzt und jetzt hast du auch deinen Stammplatz verloren.

    Das ist absolut richtig. Ich bin nach Salzburg gekommen, um Champions League zu spielen, das haben wir zwei Mal nicht geschafft. Dafür sind wir aber Meister geworden. Ich war aber wirklich sehr oft verletzt. Einmal war ich sechs Monate weg, einmal drei Monate. Das ist eine lange Zeit. Das war nicht leicht für mich.

    Wie ist dein Verhältnis zu Trainer Roger Schmidt?

    Sehr gut. Das hat ja mit meiner Situation nichts zu tun. Er ist ein guter Trainer und die Spieler kommen alle gut mit ihm klar.

    Aber dennoch sitzt du auf der Bank.

    Das ist natürlich schwer zu verstehen. Ich weiß, dass ich der Mannschaft helfen kann und sie besser machen könnte. Da bin ich mir zu 1000 Prozent sicher. Ich muss Gas geben und mich weiter aufdrängen. Es liegt an mir. Das Potenzial dazu habe ich.

    Ich weiß, dass ich der Mannschaft helfen kann und sie besser machen könnte.

    Ist es manchmal nicht schwer, seine Motivation aufrecht zu erhalten?

    Kurz vor Weihnachten war es nicht leicht. Da habe ich mich schon gefragt, was das alles noch bringt. Die drei Wochen Pause haben mir in dieser Hinsicht sicher sehr geholfen. Ich war davor aber auch sehr lange verletzt. Die Vorbereitung will ich jetzt nützen, um konditionell wieder topfit zu werden. Mal schauen, was dann alles passiert.

    SPORTMAGAZIN Gold-Edition:


    Der Superstar erzählt sein Leben:
    packend, berührend, authentisch.

    >> Jetzt bestellen

    Mehr auf sportnet.at
      Mehr aus dem Web

      Schreiben Sie uns Ihre Meinung ()

      >> Hier e-Paper downloaden <<