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"Wer will denn nicht für Rapid spielen?"

Konstantin Kerschbaumer zählt zu den großen Talenten in Österreich. Zumindest wenn es nach den Rapid-Verantwortlichen geht. Was der Spieler dazu sagt und wie seine Ziele lauten?

13.01.2013 | 10:23 | (sport10)

Schon mehrmals betonten sowohl Rapid Trainer Peter Schöttel sowie Stefan Ebner, Assistent von Neo-Sportdirektor Helmut Schulte, dass ein gewisser Leihspieler des SK Rapid eine rosige Zukunft haben wird. Gemeint ist Konstantin Kerschbaumer. Der 20-jährige zentrale Mittelfeldspieler ist derzeit in St. Pölten geparkt und soll über kurz oder lang zu einer zentralen Figur in Wien-Hütteldorf heranwachsen.

Doch wer ist dieser junge Mann eigentlich? sport10.at hat mit dem Tullner gesprochen. "Ich traue mir zu, dass ich für die Rapid-Profis spiele. Wieso auch nicht?", startet Kerschbaumer das Gespräch und fügt hinzu, dass "das ein Ziel von mir ist. Wer will denn nicht bei Rapid spielen?"

"St. Pölten ist für die Entwicklung gut"

Der Niederösterreicher durfte bereits als Kooperationsspieler - damals noch bei der Vienna geparkt - Profiluft in Hütteldorf schnuppern. "Ich habe in der Länderspielpause immer bei Rapid trainieren dürfen. Damals habe ich bei der Vienna gespielt. Jetzt bin ich aber Leihspieler in St. Pölten und kann nicht mehr einfach zurückwechseln."

Ich bin sehr jung hingekommen und es wurde gleich auf mich gesetzt. Ich habe wichtige Spielminuten bekommen und der Schritt von den Amateuren in den Profifußball war ein sehr wichtiger für meine Entwicklung.

Nachdem Kerschbaumer im Jahr 2009 von der St. Pölten Akademie zu Rapid wechselten, folgte vor eineinhalb Jahren der Schritt von den Amateuren in die zweithöchste Liga zur Vienna. "Das war eine super Zeit. Ich bin sehr jung hingekommen und es wurde gleich auf mich gesetzt. Ich habe wichtige Spielminuten bekommen und der Schritt von den Amateuren in den Profifußball war ein sehr wichtiger für meine Entwicklung."

Genau ein Jahr später folgte die nächste Stufe in der Karriereleiter des jungen Mannes. "Ich bin nach St. Pölten gewechselt, da ich gewusst habe, dass wir vorne mitspielen und der Verein professionell arbeitet. Dazu ist das Stadion neu und es ist einfach ein aufstrebender Verein, der in den nächsten Jahren aufsteigen will. Das hat mich gereizt und ist für meine Weiterentwicklung sehr gut."

"Kontakt mit Scherb ist nicht abgerissen"

Auch sein Trainer spielte eine große Rolle. St. Pölten Coach Martin Scherb ist nicht nur als akribischer Arbeiter und Fachmann bekannt, sondern zählt auch zu den engeren Bekannten von Kerschbaumer. "Ich kenne ihn schon sehr lange, da ich ihn mit 14 als Trainer in der Niederösterreich-Auswahl hatte. Der Kontakt ist nie abgerissen und wir haben ein gutes Verhältnis."

Ich bin bis Juni noch nach St. Pölten verliehen und habe bis 2014 einen Vertrag bei Rapid. Wie es weitergeht, weiß ich nicht. Im Fußball kann es sehr schnell gehen und ich mache mir derzeit noch keine Gedanken.

Der Wechsel fiel deshalb alles andere als schwer. "Ich habe mich gleich super eingefügt und hatte den Vorteil, dass ich sehr viele Spieler noch aus der Akademie in St. Pölten kenne. Ich bin gleich super aufgenommen worden, habe im ersten Spiel ein Tor erzielt und es war ein echt super Start und eine gute Hinrunde."

"Wir sind auf Kurs"

Der zentrale Mittelfeldspieler ist auch einer der Erfolgsbringer in der niederösterreichischen Landeshauptstadt. In 19 Spielen erzielte Kerschbaumer sechs Tore und legte drei auf. "Ich bin glücklich in St. Pölten und komme Woche für Woche auf meine Spielzeit, in der ich versuche mein Können und Talent zu zeigen. Wir sind mit der Saison bisher sehr zufrieden. Wir sind auf Kurs, denken aber nicht an den Titel."

Zumindest im Frühjahr wird Kerschbaumer noch für St. Pölten auflaufen. Wie es dann weitergeht, weiß selbst der 20-Jährige nicht genau. "Ich bin bis Juni noch nach St. Pölten verliehen und habe bis 2014 einen Vertrag bei Rapid. Wie es weitergeht, weiß ich nicht. Im Fußball kann es sehr schnell gehen und ich mache mir derzeit noch keine Gedanken."

Ich will in die Bundesliga. Aber schauen wir mal, wie sich die nächsten Monate ergeben. Schließlich will jeder junge Spieler in der obersten Liga spielen.

"Weiß nicht einmal wo ich im Sommer bin"

Bevor es zu einem möglichen Abschied kommt, will die Rapid-Leihgabe aber noch einiges erreichen. "Wir wollen uns in allen Bereichen verbessern und in der Rückrunde nochmals stärker werden, damit wir unser Ziel - unter die ersten drei zu kommen - erreichen."

Sein Ziel lässt er aber nie aus den Augen. "Ich will in die Bundesliga. Aber schauen wir mal, wie sich die nächsten Monate ergeben. Schließlich will jeder junge Spieler in der obersten Liga spielen." Kerschbaumer weiß aber genau, was er noch zu tun hat, um den großen Sprung zu schaffen. "Ich bin relativ ballsicher, für einen zentralen Mittelfeldspieler sehr torgefährlich und habe eine gute Passqualität, allerdings muss ich mich im Kopfballspiel und im Zweikampf noch verbessern."

Wo er sich in fünf Jahren sieht? "Das kann ich nicht beantworten. Ich weiß ja nicht einmal, wo ich mich in einem halben Jahr sehe. Mein Traum wäre aber die Deutsche Bundesliga." Vielleicht erfüllt sich Konstantin Kerschbaumer wie einige andere Spieler seinen Traum ja über Rapid.

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