Sturm wird richtig ruhig
 
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"Bei Sturm wird es nie richtig ruhig"

Sturm-Präsident Christian Jauk lässt gegenüber sport10.at ein turbulentes Jahr Revue passieren, spricht über Unruhe und erwartet eine spannende Transferzeit.

02.01.2013 | 08:40 | (sport10)

Für Sturm-Präsident Christian Jauk und den Vorstand geht ein turbulentes Jahr zu Ende. Paul Gludovatz und Christopher Houben wurden als Geschäftsführer installiert. Im April musste Franco Foda nach 15 Jahren gehen. Anschließend folgten auch Gludovatz und Houben, der sich entschied, den Verein zu verlassen. Im Gespräch mit sport10.at lässt Präsident Jauk die vergangenen Monate Revue passieren.

Sturm unter Hyballa: Sportlich auf Kurs

Hyballa statt Foda. Nicht nur sportlich eine drastische Veränderung. Mit dem extrovertierten 37-Jährigen präsentierte Sturm im Mai den Anti-Foda als neuen Sturm-Trainer. Laut, ungehalten, oftmals kompliziert und immer für einen Schmäh zu haben. Negative Begleiterscheinungen stehen soliden Auftritte in der Bundesliga gegenüber. Sportlich ist Jauk zufrieden: "Wir haben ein klares Ziel definiert. Den internationalen Startplatz. Da sind wir gut unterwegs." Auch das Projekt Karriereplattform ist auf Kurs.

Es gibt bei den Heimspielen ein hohes Maß an Emotionen. Auf welche Art und Weise auch immer.
"Wir spielen mit einem Team, das im Schnitt jünger ist, als die letzten Jahre. Es ist schön zusehen, dass Nachwuchsspieler nachdrängen. Aber auch, das junge Spieler, die von außen zu Sturm gestoßen sind, diese Karriereplattform als attraktiv empfinden", sagt Jauk. Auch die 35 Punkte passen: "Wir sind sogar über dem Plan." Die spielerische Entwicklung will der Präsident nicht kommentieren und überlässt das den Fans: "Die Zuschauerzahlen sprechen für sich. Es gibt bei den Heimspielen ein hohes Maß an Emotionen. Auf welche Art und Weise auch immer." 11.699 kamen im Schnitt nach Liebenau.

Jauk erwartet spannenden Transferwinter

Alle halben Jahre grüßt das Murmeltier, ein turbulentes Transferfenster folgt dem nächsten. Im Sommer holte Sturm acht und gab 15 Spieler ab. In den Jahren zuvor gab es ähnliche Zahlen. Was passiert diesen Jänner? "Eine bewegende Transferzeit hat bei Sturm ja Tradition. Ich denke, dass es wieder spannend wird", gibt Jauk einen Ausblick und äußert auch einen Wunsch: "Ich wünsche mir, dass viele Spieler, die als Abgänge am Transfermarkt gehandelt werden, auch nächstes Jahr im Sturm-Trikot zu sehen sind."

Ich wünsche mir, dass viele Spieler, die als Abgänge am Transfermarkt gehandelt werden, auch nächstes Jahr im Sturm-Trikot zu sehen sind.
Die vielen Gerüchte um Manuel Weber und Darko Bodul gefallen Jauk nicht. Der Präsident mit einer Aufforderung an Ayhan Tumani und Hyballa: "Bei diesen ganzen Spekulationen über Spieler, die den Verein verlassen wollen oder müssen - ich würde mich freuen, wenn wir mit Kontinuität ins Frühjahr gehen können." Dass dieser Wunsch erfüllt wird, gilt jedoch als unwahrscheinlich.

Stadiondiskussion & Medienberichte

Das Projekt Sturm-Neu, sowie das Team Hyballa und Tumani wurde oftmals kritisch beäugt, wie auch hier. Von chaotischen Zuständen will Jauk aber nicht sprechen. "Wir waren häufig mit solchen Berichten konfrontiert." Besonders schwierig soll die Situation im Sommer gewesen sein. "Paul Gludovatz wurde krank. Dann musste Christopher Houben seine Agenden übernehmen. So hatten wir das nicht geplant."

Bei Sturm Graz wird es nie richtig ruhig sein.
Ebenfalls nicht nach Plan laufen die Verhandlungen über den Umbau des Stadions. "Man sieht bei Rapid, dass solche Stadiondiskussionen Jahre dauern. Aber wir haben ein realistisches Konzept." Auch geglättete Wogen im Verein sieht Jauk nicht kommen: "Bei Sturm Graz wird es nie richtig ruhig sein. Der Verein bewegt und das hoffentlich auch im nächsten Jahr."

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