Admira Ried
 
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Admira rutscht in den Abstiegsstrudel

Inferiore Südstädter müssen sich der SV Ried mit 0:3 geschlagen geben. Katastrophales Defensivverhalten und ideenlose Offensive sorgen für Abstiegsängste.

08.12.2012 | 17:48 | (sport10)

Unter der Woche bestätigte Herfried Sabitzer gegenüber sport10.at exklusiv den Transfer von Marcel Sabitzer zu Rapid Wien. Dietmar Kühbauer nahm es dem 18-Jährigen scheinbar übel - denn der Stammspieler rutschte aus der Startelf. Auch Patrik Jezek musste zuschauen. Mit einer Offensive außer Form und inferiorem Defensivverhalten hatte die Admira der SV Ried nichts entgegen zu setzen.

DER SPIELVERLAUF:

Den Start des Spiels hätte Slapstick-Legende Charlie Chaplin nicht besser darstellen können. Für den gesperrten Einsergoalie Patrick Tischler kam Andreas Leitner in die Startelf. Und dem 18-Jährigen passierte nach zwei Minuten ein außergewöhnlicher Fauxpas: Leitner ließ einen lockeres Schüsschen von Marco Meilinger passieren. Der Schock war dem Nachwuchs-Teamtormann anzusehen.

Die Admira versuchte sich in Folge vor trauriger Kulisse (1000 Zuschauer) aufzubäumen, lief jedoch ins offene Messer. Hierbei wurden eklatante Schwächen im Defensivverhalten augenscheinlich. Die Zuordnung zwischen Innenverteidiger und Außenverteidiger stimmte überhaupt nicht, Rober Zulj nutzte den Fehler. 2:0 für Ried. Coach Dietmar Kühbauer hatte nichts zu lachen.

Lachen konnte Kühbauer auch nicht über eine klare Tätlichkeit von Lukas Thürauer, der mit Gelb gut davon kam. Die Komödie nahm ihren Lauf. Und erneut war Keeper Andreas Leitner der Hauptdarsteller, als er Rene Gartler den Ball mustergültig servierte. Dieser schob ins leere Tor ein. Saisontreffer Nummer elf. Mit Ruhm bekleckerten sich aber auch die SV Ried nicht weiter. Die Innviertler spielten die Partie ohne großen Aufwand und Unterhaltungswert zu Ende.

FLOP DES SPIELS: Die Admira-Defensive

38 Gegentore in 19 Spielen - das ist Ligaspitze. Nur Wiener Neustadt kassierte gleich viele Treffer. Gegen Ried offenbarte sich erneut wieso: Schlechte Zuteilung und Abstimmung und wohl auch fehlende Qualität. Besonders auf der Tormannposition. Bei zwei Gegentoren lieferte Leitner Fehler mit Potential zum Youtube-Hit. Festigt sich die Admira nicht bald, ist der Abstiegskampf Realität.

DAS FIEL AUF: Die Euphorie ist verflogen

Bereits vergangene Saison war die Admira mit 52 Gegentoren Ligaspitze. Mit und ohne Abwehrchef Christopher Dibon zeigten sich die Südstädter in der Defensive löchrig - kaschiert wurde dies durch überragendes Offensivspiel. Diese Euphorie ist nun verflogen. Marcel Sabitzer ist am Weg nach Hütteldorf, Issiaka Ouédraogo verletzt, Benjamin Sulimani und Patrik Jezek außer Form. So wartet auf die Admira ein schwieriges Frühjahr.

DIE STIMMEN ZUM SPIEL:

Rene Gartler: Das waren kuriose Umstände, aber wir waren in der ersten Halbzeit sehr aggressiv. Das war ausschlaggebend für den Sieg. Wir orientieren uns nach oben und wollen die letzten drei Punkte holen.

Dietmar Kühbauer: Wir sind mitten im Abstiegskampf. Aber ich werde jetzt nicht allen eine mitgeben. Die Jungs zweifeln an sich selbst. Aber wir werden wieder herauskommen. Ich halte Leitner trotzdem für einen sehr guten Tormann.

tipp3-Bundesliga, 19. Runde
Admira Wacker - SV Ried 3:0 (3:0)
Trenkwalder Arena, SR Dintar
Tore: Meilinger (2.), Zulj (20.), Gartler (41.)

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