Rapids riskanter Tanz zwei
 
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Rapid: Warum 32 Punkte beachtlich sind

Mit 32 Punkten aus 17 Partien steht Rapid als österreichischer Europa-League-Teilnehmer in der Liga überdurchschnittlich gut da. Der Blick auf die Tabelle bereitet den Fans dennoch Sorgen.

27.11.2012 | 17:01 | (sport10)

"Unser Problem ist, dass die Austria einen überragenden Lauf hat", sagte Rapid-Trainer Peter Schöttel nach dem 2:0-Auswärtssieg gegen die Admira am vergangenen Sonntag. Nach 17 Runden beträgt der Rückstand auf den violetten Erzrivalen bereits neun Zähler, auch Red Bull Salzburg ist mit vier Punkten Vorsprung derzeit zumindest nicht in unmittelbarer Reichweite. Das Resultat einer aus grün-weißer Sicht durchwachsenen Herbstsaison?

Vier Punkte mehr als in der letzten Saison

Nein, zumindest wenn man nach der Statistik geht. Denn die Punkteausbeute der Hütteldorfer in den ersten 17 Saisonpartien kann sich durchaus sehen lassen - vor allem wenn man die Doppelbelastung durch die Europa League miteinbezieht. Nach 17 Runden halten Steffen Hofmann, Guido Burgstaller und Co. bei 32 Zählern, in der vergangenen Spielzeit hatte man zu diesem Zeitpunkt vier Punkte weniger auf dem Konto.

Der entscheidende Unterschied: Mit der Austria, der SV Ried und der Admira lagen die Grün-Weißen damals punktegleich an der Tabellenspitze, der spätere Meister Red Bull Salzburg hatte gar vier Zähler Rückstand. Der Grund? Mit Sicherheit auch die Doppelbelastung. Die Mozartstädter standen im vergangenen Jahr ebenso wie die Austria und Sturm Graz in der Gruppenphase der Europa League.

Unbestritten: Europa League kostet Punkte

In der Liga blieben deswegen einige Punkte auf der Strecke. Ähnlich ist es bei Rapid in der laufenden Spielzeit. Drei der bisher fünf Saisonniederlagen musste die Elf von Trainer Peter Schöttel unmittelbar nach einem Spiel auf internationalem Boden hinnehmen - kein Zufall. Umso beachtlicher sind Rapids 32 Zähler nach 17 Runden, das beweist auch ein Blick in die Vergangenheit.

Seitdem der UEFA-Cup vor drei Jahren durch die Europa League ersetzt wurde, schafften es Österreichs Teams zusammen insgesamt zehn Mal in die Gruppenphase. Nur zwei Mal hatte das in der Europa League vertretene Team nach 17 Liga-Spieltagen mehr Punkte auf dem Konto als Rapid heuer (32). Zum einen waren das die Hütteldorfer in der Saison 2009/10 selbst (35 Zähler), zum anderen schaffte das in derselben Spielzeit RB Salzburg (35).

Wenn Erfolg in der Liga zum Nachteil wird

Womit wir wieder bei Peter Schöttels Aussage nach dem Sieg gegen die Admira wären. "Unser Problem ist, dass die Austria einen überragenden Lauf hat", könnte im Sinne dieser Statistiken genauso gut heißen: "Unser Problem ist, dass wir das einzige österreichische Team sind, das sich für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren konnte." Ein "Problem", das den Grün-Weißen zumindest eine Million Euro Preisgeld einbringt.

Punkte der EL-Vertreter nach 17 Runden
12/13Rapid (32)
11/12Austria (28), Rapid (28), RBS (24)
10/11RBS (29), Rapid (26)
09/10Rapid (35), RBS (35), Austria (32), Sturm (28)

Eines, das auch die Austria bereits kennengelernt hat. Es ist ziemlich genau sechs Jahre her, als sich die Veilchen als Meister und Cupsieger für den UEFA-Cup qualifizierten, als einziges österreichisches Team international spielten. In einer Gruppe mit Espanyol Barcelona, Ajax Amsterdam, Zulte Waregem und Sparta Prag scheiterte man mit 0 Zählern. In der Bundesliga hatte man nach 17 Spieltagen 17 Punkte auf dem Konto - und war Tabellenletzter.

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