Hyballa Neues Spiel neues
 

Hyballa: Neues Spiel, neues Glück?

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  • 16.11.2012 | 18:47 | (sport10)

    Sturm Graz ist seit vier Spielen ungeschlagen, gegen Ried könnte eine neue Bestmarke gesetzt werden. Trainer Peter Hyballa packt die Trickkiste aus.

    Sturm Graz hat gegen Ried die Gelegenheit zum fünften Mal in Folge ohne Niederlage vom Platz zu gehen. Es wäre ein Novum für Sturm in dieser Saison. Wie das gelingen soll, welchen Plan die Grazer dabei verfolgen ist relativ rasch erklärt: "Ich glaube, dass wir Defensiv mehr in der Ordnung stehen müssen. Gegen die Admira haben wir das nicht immer gemacht. Ansonsten wollen wir wieder frech und forsch nach vorne spielen. Das ist die Idee", sagt Trainer Peter Hyballa. Doch wie er seine Idee umsetzt, bleibt - wie so oft in dieser Saison - eine Überraschung bis kurz vor Spielbeginn.

    Hyballa und seine Ausrichtung

    Von der Dauerrotation ließ Hyballa auch während des Erfolgsruns der letzten Wochen nicht ab. Wer spielt ist dabei ebenso ein Geheimnis, wie die taktische Ausrichtung. In den letzten vier Spielen (das Abbruchspiel gegen den WAC ausgeklammert) gab es vier verschiedene Systeme. Mal 4-4-2 mit Raute, dann wieder eine Doppelsechs, dann 4-3-3 mit offensivem Touch (gegen Rapid) oder eher defensiv ausgerichtet, wie es gegen die Admira der Fall war.

    So unsicher wie das gespielte System ist auch nach wie vor die Aufstellung. Klar, dass sich der Deutsche daher vor der Ried-Partie nicht in die Karten blicken lässt. Jungstürmer David Schloffer könnte "eine Möglichkeit sein", sagt Hyballa, ehe wenige Worte später hinzukommt: "Er ist auch ein guter Einwechselspieler, er kennt es nicht, beleidigt zu sein. Ich kann ihn hinter die Spitzen stellen oder auf die Außenseite, weil er klein und dribbelstark ist." Was man daran festhalten kann? Hyballa weiß über die Qualitäten Schoffers Bescheid - ob Startelf oder nicht - bleibt frei von jeder Deutung.

    Die Kritik an der Hyballa-Idee

    Gleiches gilt für das defensive Mittelfeld, welches aufgrund der Sperre von Michael Madl fix einem Umbau unterzogen wird. "Du kannst Koch oder Manuel Weber als Staubsauger bringen. Wichtig ist: Egal welche Taktik, egal welches System, Fakt ist doch, wie du den Zweikampf angehst - offensiv oder defensiv. Defensiv musst du die Bälle holen." Demnach wird Hyballa entscheiden, wer für ihn diesen Auftrag am besten erfüllt.

    Dabei macht er weder halt vor Namen oder Vereinsstatus. Der 36-Jährige behandelt alle gleich: "Durch diese Gleichbehandlung mache ich die Jungen stark. Auf dem Platz will ich bei Sturm dieses Leistungssportgen reinbringen", sagt er unlängst. Nicht überall kommt seine Idee von Rotation und Co. gut an. Heribert Weber schoss in der SportWoche scharf: "Für die Hierarchie in einer Mannschaft kann es nicht gut sein, wenn ständig alles in Frage gestellt bzw. verändert wird. Wenn keiner mehr weiß, wie es weitergeht, tritt extreme Unruhe ein." Weber weiter über Hyballa: "Er lebt Fußball. Vielleicht lebt er ihn manchmal zu viel, sodass er noch zu viel wirre Gedanken im Kopf hat."

    "Hyballa hat seine Begründungen"

    Unter den (jungen) Spielern ist die Vorgehensweise von Hyballa offenbar kein Problem. So erklärte Tobias Kainz, angesprochen auf die Dauerrotation vor wenigen Tagen gegenüber sport10.at: "Ich sehe das als positiven Konkurrenzkampf. Man muss in jedem Training sein Bestes geben und am Wochenende stellt der Trainer dann ganz nach seinen Vorstellungen auf. Dafür hat er auch seine Begründungen." Derzeit wohl das schlagkräftigste Argument: Der Erfolg.

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