Mader Will hier Titel
 

Mader: "Will hier Titel gewinnen"

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  • 16.11.2012 | 08:16 | (sport10)

    Im sport10.at-Interview erklärt Austrias Florian Mader warum es bei den Veilchen derzeit so gut läuft, den Unterschied zwischen Ried und Wien und spricht über seinen Traum von einem Länderspiel.

    Von Innsbruck über Ried schaffte Florian Mader den Sprung zu Austria Wien. War er unter Karl Daxbacher noch gesetzt, musste er sich unter Ivica Vastic regelmäßig mit der Zuschauerrolle begnügen. Mittlerweile hat er aber Peter Stöger von seinen Fähigkeiten überzeugt und sich seinen Fixplatz im Mittelfeld zurückerkämpft. Vergangene Woche klappte es ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub Wacker Innsbruck auch mit dem ersten Bundesliga-Treffer im Dress der Veilchen. sport10.at bat ihn zum Interview.

    sport10.at: Was macht die Wiener Austria derzeit so stark?

    Florian Mader: Wir haben ein sehr gutes Mannschaftsgefüge. Durch die Erfolge konnten wir viel Selbstvertrauen gewinnen und trauen uns einiges zu. Die Schritte, die der Trainer zu Beginn der Saison gemacht hat, beginnen jetzt immer mehr zu greifen. Wir spielen sehr gut und erfolgreich. Zur Zeit greift einfach jedes Rädchen in das andere.

    Eure Mannschaft tritt als eingeschworene Truppe auf, egal ob auf oder neben dem Platz. Wie wichtig ist es für die Leistung auf dem Platz, dass ein Team auch abseits davon funktioniert?

    Es ist wichtig, aber nicht das einzige, was zählt. Wir unternehmen aber schon immer wieder mal was. Aber dadurch, dass Wien so eine große Stadt ist, verliert sich das nach dem Training manchmal ein bisschen. Wir verstehen uns aber wirklich sehr gut.

    Die Harmonie abseits des Platzes ist sichtbar...

    Ja, auf jeden Fall. Wir sind keine Söldner-Truppe, kennen uns auch alle schon sehr lange durch die Zeit in der Bundesliga. Es gibt schon immer wieder Dinge, die wir gemeinsam machen. Sei es jetzt Kaffee trinken oder Essen gehen. Da findet sich immer jemand, mit dem man gemeinsam unternehmen kann.

    Wir sind keine Söldner-Truppe.
    Also so wie du es aus deiner Zeit bei Ried schon kennst?

    Dadurch das es in Ried weniger Möglichkeiten gibt, ist man noch enger beisammen. Es haben fast alle Spieler in Ried gewohnt und dann trifft man sich einfach, wenn man irgendwo hingeht. Meistens hat man sich dann schon direkt beim Training ausgemacht, dass man gemeinsam Essen geht.

    Du bist als Tiroler über Oberösterreich nach Wien gekommen. Wie schwer war es sich, in der Großstadt einzuleben?

    Ich kannte Wien ja schon, weil ich immer wieder mal da war. Mir hat die Stadt schon immer gefallen. Ich fühle mich sehr wohl. Ich weiß das ganze Angebot und die Möglichkeiten, die man hier hat, sehr zu schätzen. Ich bin froh, dass ich eine Zeit lang hier leben darf.

    Gab es für dich nie Probleme mit der Umstellung auf die Großstadt?

    Das einzige was mir zu schaffen macht, ist der Verkehr. Wenn wir zwei Mal am Tag Training haben, sitze ich zwei Stunden im Auto, das ist manchmal schon ein bisschen mühsam. Aber sonst genieße ich das Stadtleben sehr.

    Das einzige was mir zu schaffen macht, ist der Verkehr.
    Bist du viel in der Stadt unterwegs?

    Ich wohne sehr Zentrumsnahme und wenn es sich ausgeht, bin ich immer wieder gerne in der City. Als ich hier her gezogen bin, war es mir wichtig, dass ich hin und wieder auch das Auto stehen lassen und zu Fuß wohin spazieren kann.

    Hast du einen Lieblingsplatz in Wien?

    Ich bin relativ oft im Museumsquartier. Dort ist immer was los, ich setzte mich sehr gerne wo hin und beobachte einfach das ganze Treiben um mich herum. Das lenkt auch ein bisschen ab.

    Zurück zum Sportlichen: Nimmt man das Wort "Meistertitel" bei der Austria schon in den Mund, oder wird darüber noch gar nicht gesprochen?

    Die Phase bis zur Winterpause ist noch sehr wichtig, davor brauchen wir gar nicht darüber sprechen. Wir haben jetzt zwei Partien, in denen zwei Siege von uns erwartet werden, das wird schwer genug. Wenn man mal nicht so fokussiert ist, tut man sich gegen jeden Gegner schwer. Und jetzt schon großartig über den Meistertitel zu sprechen, ist noch verfrüht.

    Jetzt schon großartig über den Meistertitel zu sprechen, ist noch verfrüht.
    2011 bist du zur Wiener Austria gekommen, während du unter Karl Daxbacher noch ein fixer Bestandteil der Startelf warst, sah das unter Ivica Vastic anders aus. Auch unter Peter Stöger hattest du zunächst keinen Stammplatz, hast dir diesen in den letzten fünf Runden aber wieder erkämpft.

    Daxbacher hat mich geholt, dadurch habe ich relativ viel gespielt. Die Anfangszeit unter Vastic war sehr durchwachsen, wobei ich auch immer zu meinen Einsätzen gekommen bin. Mit Stöger hatten wir die dritte Umstellung innerhalb eines Jahres, das ist schon etwas, was seine Zeit braucht. Ich hatte aber von Anfang an das Gefühl, dass er mich als Spieler schätzt und von meinen Qualitäten überzeugt ist. Es gab dann aber in der Meisterschaft eine Phase, wo wir sehr viel gewonnen haben, also gab es keinen Grund etwas zu verändern. Ich habe dann meine Chance bekommen, die auch genutzt und werde alles daran setzen, dass ich auch in der Startelf bleibe.

    Gab es einen Zeitpunkt, in dem du ins Grübeln gekommen bist, ob du noch eine Zukunft bei der Austria hast?

    Aufgeben wäre nicht mein Ding gewesen.

    Als ich zur Austria gewechselt bin, war mir klar, dass auf mich eine andere Situation als in Ried zukommt. Der Kader ist sehr groß, es werden immer wieder neue Spieler geholt und die Qualität ist sehr hoch. Ich habe mich vorab schon damit beschäftigt, dass so eine Situation mal kommen kann. Aber für mich war auch immer klar, dass ich mich nie hängen lassen will und immer Gas geben werde. Das hat der Trainer gesehen. Aufgeben wäre nicht mein Ding gewesen.

    Was für Mader einen guten Trainer ausmacht, auf welcher Position er sich am wohlsten fühlt und welche Ziele er hat, lesen Sie auf der zweiten Seite.

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