Riegler Jeder fuehlt sich
 
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Das Geheimnis von Aufsteiger WAC

WAC-Präsident Dietmar Riegler spricht mit sport10.at über den schnellen Weg in die Bundesliga, den wichtigen VIP-Klub, die Politik, seinen Erfolg und wieso der WAC International spielen will.

16.11.2012 | 08:19 | (sport10)

Der Wolfsberger AC spielt nach einer überragenden Saison in der Ersten Liga zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in der höchsten Spielklasse Österreichs und zeigt auch hier frische, muntere und vor allem spannende Leistungen. Der WAC brachte die Bundesliga wieder nach Kärnten, sorgt für eine Euphorie und konnte zuletzt mit einem Sieg gegen den SK Rapid auf sich aufmerksam machen.

Doch wer steckt hinter den Erfolgen des Kärntner Traditionsklubs? Wer brachte den Verein aus dem Lavanttal von ganz unten in die Bundesliga? Und was ist sein Geheimnis? Präsident Dietmar Riegler beantwortet sport10.at diese und noch viel mehr Fragen in einem ausführlichen Interview.

sport10.at: Vor sechs Jahren hat Ihr Verein noch in der Unterliga gespielt. Wie haben Sie es als Präsident vollbracht, einen kleinen Dorfverein so schnell in die Bundesliga zu bringen?

Dietmar Riegler: Wir haben unseren Verein immer sehr familiär geführt und machen das heute auch noch so. Wir wollten in die Regionalliga und in weiterer Folge irgendwann einmal in die Erste Liga. Dass es dann aber so schnell geklappt hat in die Bundesliga zu kommen, war sicherlich für uns alle überraschend. Aber wir haben gute Arbeit geleistet und können noch viel erreichen.

Kann man so einen Durchmarsch überhaupt planen?

Im Fußball kann man absolut nichts planen. In einem Beruf schaut das anders aus, da gibt es Projekte und Bedingungen, die man erfüllen kann. Im Fußball gibt es aber andere Charaktere. Den Charakter deiner Mannschaft und dann gibt es noch den Gegner, der deinen Plan nicht zulassen und zerstören möchte. Glück und konsequente Arbeit spielen eine große Rolle. Natürlich darf man auch nicht nervös werden.

Der VIP-Klub ist unsere Haupteinnahmequelle geworden und unsere Sponsoren, von denen wir zwischen 3.000 und 30.000 Euro bekommen, fühlen sich sehr wohl.

In Kärnten ist eine richtige Euphorie durch den Aufstieg in die Bundesliga entstanden, der bis heute anhält. Was unterscheidet Ihren Verein zur gescheiterten Austria Kärnten?

Wir sind eigenständig, von der Politik unabhängig und ein kleiner strukturierter Verein, in dem es nicht so viele Leute gibt, die etwas zu sagen haben. Wir sind zwei bis drei Leute, die Entscheidungen treffen. Alle ziehen aber an einem Strang und mittlerweile hat das auch die Wirtschaft in der Region erkannt, die hinter uns stehen. Es bringt nichts, wenn dir jemand Geld gibt und du sofort was erreichen musst. Man muss eben wachsen.

Haben Sie den Vorteil, dass sie nicht um Sponsoren betteln müssen wie manch andere Vereine?

Wir sind politisch nicht abhängig und es ist uns gelungen Sponsoren zu gewinnen, die uns unterstützen. In Summe macht es genau das aus, was wir benötigen. Wir haben kein großes Budget aber wir kommen damit gut durch.

Nach dem Aufstieg hat sich viel getan. Das Stadion wurde um- und ausgebaut und der VIP-Klub ist wohl das Schmuckstück der Lavanttalarena. Wie wichtig ist so etwas für einen kleineren Klub?

Den VIP-Klub gibt es ja schon länger und der ist ein kleines Geheimnis von uns. Dort kommen sehr viele Leute zusammen, die nicht nur wegen dem Fußball kommen, sondern auch wegen der Kommunikation. Jeder fühlt sich bei uns wohl und das hat sich natürlich sehr schnell herumgesprochen. Der VIP-Klub ist unsere Haupteinnahmequelle geworden und unsere Sponsoren, von denen wir zwischen 3.000 und 30.000 Euro bekommen, fühlen sich sehr wohl.

Derzeit gibt es ja wieder Arbeiten am Stadion!

Richtig. Derzeit sind wir mittendrin. Wir wollen die zweite Baustufe umsetzen, also eine Tribüne bauen, die für 2.000 Leute Platz schaffen wird und eine Überdachung hat.

Uns fehlt noch ein wenig die Konsequenz aber ansonsten haben wir gesehen, dass wir auch Großklubs schlagen können.

>>>Lesen Sie auf der nächsten Seite, warum Riegler die laufende Saison als durchwachsen bezeichnet, aber das Zeug hat nicht abzusteigen und wie die Ziele mit dem WAC ausschauen.<<<

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