Vastic Toni wird Chancen
 

Vastic: "Toni wird die Chancen nutzen"

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  • 06.11.2012 | 08:22 | (sport10)

    Die neue sport10.at-Serie. Im Fokus: Österreichs Fußballersöhne von berühmten Vätern. Den Start macht Toni Vastic. Vater Ivica spricht über die Qualitäten seines Sohnes.

    Sturm, Austria, LASK, Blackburn und nun der FC Bayern München. Toni Vastic hat mit seinen 19 Jahren bereits Top-Klubs auf seiner Visitenkarte, von denen einige Routiniers nur träumen können. In den ersten Jahren folgte er stets seinem Vater Ivica Vastic, ehe er mit 16 den Sprung ins Ausland wagte.

    Tonis Vater Ivica erzählt nicht nur von den Stärken seines Sohnes, sondern erklärt zudem, wieso er es in Österreich oft schwer hatte und warum er es zu einem großen Spieler schaffen könnte. Natürlich blickt Vastic auch auf seine persönliche Zeit als Trainer der Austria zurück.

    sport10.at: Herr Vastic, Ihr Sohn spielt bei den Bayern Amateuren. Wie schätzen Sie seine Chancen ein, dort den Durchbruch zu schaffen?

    Ivica Vastic: Das ist sehr schwer einzuschätzen. Er hat dort eine sehr gute Ausbildung und natürlich auch gute Möglichkeiten. Ob er es schafft oder nicht, liegt an ihm. Es ist dort aber sicher nicht leicht den Durchbruch zu schaffen.

    Sind Sie mit seinen Leistungen bei den Bayern Amateuren zufrieden?

    Ja, er hat in dieser Saison sieben Spiele in der Regionalliga gemacht und profitiert von einer guten Ausbildung. Das ist sehr wichtig für ihn. Wir müssen einfach schauen, wie sich das in Zukunft entwickelt. Bisher ist läuft es ganz gut und es kommt darauf an, ob er seine Chance nutzen kann.

    Es gab immer wieder Personen, bei denen viel Neid mitgespielt hat. Deshalb hat er ja auch schon mit 16 den Weg ins Ausland gesucht.

    Wo sehen Sie seine Stärken beziehungsweise Schwächen?

    Seine größte Stärke ist sicherlich die Torgefahr. Er hat einen sehr guten Schuss und ein gutes Kopfballspiel. Sein Körper ist außerdem robus, was für einen Stürmer ideal ist.

    Hat er viel von Ihren technischen Stärken geerbt?

    Das ist schwer zu sagen. Ich habe ihm schon viel gezeigt aber er ist mit seinen 19 Jahren noch jung und hat genug Potenzial nach oben. Man weiß nie, wie er sich weiterentwickeln wird. Ich gebe ihm aber sehr viele Tipps.

    Der Charakter eines jungen Spielers spielt ja eine große Rolle, ob er tatsächlich den Durchbruch schaffen kann oder nicht. Wo sehen Sie da die Stärken bei Ihrem Sohn?

    Viele junge Spieler haben nicht viel Geduld. Das ist das größte Problem, denn die braucht man, wenn man groß rauskommen will. Toni hat aber einen unbedingten Willen und arbeitet konsequent und diszipliniert an sich. Er wird schon seine Chancen bekommen, die er dann nutzt.

    Ist es für ihn manchmal, aufgrund des Namens Vastic und den daraus folgenden hohen Erwartungen schwerer?

    Es gab immer wieder Personen, bei denen viel Neid mitgespielt hat. Deshalb hat er ja auch schon mit 16 den Weg ins Ausland gesucht. Dort kennt man meinen Namen nicht so wie hier. Im Ausland hat es nie eine Rolle gespielt, ob er mein Sohn ist oder nicht. Es dürfen nur die fußballerischen Fähigkeiten zählen.

    Ich hatte eine gute Mannschaft und mit mehr Zeit hätten wir sicherlich etwas auf die Beine stellen können.

    Sprechen wir über Sie: Sie sind derzeit vereinslos. Gab beziehungsweise gibt es Kontakt zu anderen Klubs?

    Ich gönne mir derzeit eine Pause und bilde mich weiter. Ich will meine Diplomarbeit fertig schreiben und mache die UEFA Pro Lizenz. Darauf konzentriere ich mich derzeit, natürlich beobachte ich weiterhin den Fußball. Genauer gesagt beobachte ich andere Vereine und schaue, was ich in Zukunft besser machen kann.

    Wären Sie schon bereit für eine neue Herausforderung?

    Das kann ich so jetzt nicht sagen, weil das auf die Herausforderung ankommt. Ich muss ehrlich gesagt nicht alles nehmen, denn das muss gut überlegt und durchdacht sein.

    Trauern Sie noch dem verlorenen Posten bei der Austria nach?

    Ja, sicherlich. Wir hatten viel Potential und die Zeit war meiner Meinung nach zu kurz.

    Wenn Sie mehr Zeit gehabt hätten, wäre Ihr Team also erfolgreicher gewesen?

    Ich hatte eine gute Mannschaft und mit mehr Zeit hätten wir sicherlich etwas auf die Beine stellen können. Aber die kurze Zeit war natürlich im Vertrag ausgemacht. Wir haben es nicht in die Europa League geschafft und ich habe die Konsequenzen getragen.

    Sind Sie der Austria deshalb böse?

    Wir haben uns im Guten getrennt, denn wir hatten ja eine Vereinbarung. Es ist nichts Schlimmes vorgefallen und es gibt auch keinen Grund, um böse zu sein. Alle waren sehr korrekt zu mir und ich hatte bis zum Schluss die Möglichkeit, mein Ziel zu erreichen.

    Wie bewerten Sie die derzeitige Leistung der Veilchen?

    Sie spielen einen guten Fußball und sind verdient Tabellenführer. Salzburg wird es ihnen aber nicht leicht machen.

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