Dober Vienna violett
 

Dober: "Die Vienna war zu violett"

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  • 09.07.2012 | 17:36 | (sport10)

    Andreas Dober unterschreibt bei der Vienna einen Einjahresvertrag. Warum zuletzt viel schief lief, jetzt aber alles anders werden soll und bei der Vienna zu viele Violette spielen.

    Andreas Dober (26) hat eine schwere Saison hinter sich. In der vergangenen Spielzeit kickte er bei Hartberg in der "Heute für Morgen"-Liga, wo er nie wirklich ankam. In der Winterpause scheiterte ein Transfer zu RB Leipzig. Zuletzt stand er kurz vor einer Unterschrift bei den Portland Timbers. Doch aus einem Wechsel in die MLS sollte nichts werden. Nun hat sich Dobers Zukunft geklärt. In der kommenden Saison wird der Ex-Rapidler bei der Vienna spielen.

    sport10.at: Andreas, du hast einen Vertrag bei der Vienna unterschrieben. Wie hat sich der Wechsel dort hin ergeben?

    Andreas Dober: Die Vienna hat sich nun schon seit zwei Wochen um mich bemüht. Der Trainer Alfred Tatar hat mich angerufen und auch mit Manager Lorenz Kirchschlager habe ich gesprochen. Ich war von Anfang an nicht abgeneigt, zur Vienna zu wechseln. Schlussendlich bin ich jetzt froh, dass sich der Wechsel hierher ergeben hat. Ich habe einen Vertrag für ein Jahr unterschrieben und habe eine Ausstiegsklausel im Winter. Bis zum 15. Jänner kann ich aussteigen. Das ist ein Entgegenkommen von der Vienna.

    Es ist viel Scheiße passiert.

    Du bist ja kurz vor einem Wechsel in die USA gestanden. Noch traurig, dass der Transfer nicht geklappt hat?

    Traurig bin ich nicht. Ich will auch nicht zu viel zurückdenken. Es ist viel Scheiße passiert. Jetzt will ich meinen Blick nach vorne richten. Ich glaube, dass ich ein gutes Team um mich herum aufgebaut habe. Ich habe ein neues Management, einen eigenen Konditionstrainer. Ich bin in sehr guten Händen. Ich weiß, dass die Vienna meine letzte Chance ist und die werde und will ich nutzen.

    Zuletzt warst du auf Vereinssuche. Glücklich, dass die Warterei ein Ende hat?

    Ich bin sehr froh, dass die Warterei ein Ende hat und ich einen neuen Klub gefunden habe. Dass ich wieder in Wien spielen kann, ist natürlich super. Meine Frau hat in Wien einen sehr guten Job, mein Sohn geht in den Kindergarten, wir haben ein geregeltes Leben. Ich kann mich jetzt voll dem Fußball widmen.

    Gab es auch noch andere Angebote?

    Es ist so, dass es Interessenten aus dem Ausland gegeben hat. Nur dort hätte ich Probetrainings machen müssen. Das war mir ein bisschen zu riskant. Die Vienna hat mir eine Deadline gesetzt und die wollte ich nicht überschreiten. Für mich ist es wichtig, dass ich mich präsentieren kann. Die Vereine, die mich auf der Liste haben, werden mich weiter beobachten. Das Ausland ist weiterhin mein Ziel. Ich bin jetzt 26 Jahre alt. Wenn ich eine gute Saison spiele, dann stehen mir wieder alle Türen offen.

    Die Vereine, die mich auf der Liste hatten, werden mich weiter beobachten. Das Ausland ist weiterhin mein Ziel.

    Thomas Mandl hat unlängst bei der Vienna unterschrieben, auch Ernst Dospel spielt bei der Vienna.

    Das ist sehr viel Violett! Ich habe mir gedacht, dass jetzt ein paar Grüne bei der Vienna sein müssen. Nein, Spaß. Natürlich hat die Mannschaft Qualität. Ich habe am vergangenen Donnerstag mittrainiert und war positiv überrascht. Das hat mir meine Entscheidung erleichtert. Das Umfeld bei der Vienna passt einfach.

    Was sind die Ziele?

    Ganz klar, dass man nicht absteigt. Aber ich denke, dass wir mit dieser Mannschaft mit diesem nichts zu tun haben werden. Dazu hat das Team genug Qualität. Aber der Aufstieg wird schwer.

    Wie fühlst du dich eigentlich? Bist du 100 Prozent fit?

    Ich bin fit, aber nicht topfit. Ich hatte ja kein Mannschaftstraining. Aber es dauert nicht mehr lange, bis ich ein gutes Level erreiche. Ich bin zur Vienna gekommen, um zu spielen. Ich gebe jetzt Gas im Training und will so schnell wie möglich zu 100 Prozent kommen.

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