OnLineSpass Slackline
 
  • Bild: Thomas Polzer
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On-Line-Spass - Slackline

In den Parks sind die modernen Seiltänzer schon zum vertrauten Anblick ­geworden. Und das machte toptimes-Redakteur Christof Domenig Lust, es auch selbst einmal zu probieren. Schön, wenn einem da mit Reinhard Kleindl einer der allerbesten Slackliner Österreichs das Handerl hält.

08.09.2011 | 13:31 | sport10

  • Der Experte

    Mag. Reinhard Kleindl (31) aus dem AustriAlpin-Team ist einer der besten Slackliner Österreichs und einer der wenigen weltweit, die in allen Disziplinen „Highline“, „Longline“ und „Trickline“ Spitze sind. Als studierter Physiker setzt er sich auch intensiv mit den Naturgesetzen hinter dem Slacklinen auseinander.

    Film: „A Slackline Dream“;
    Buch: „Slackline – die Kunst des modernen Seiltanzens“
    Kontakt: Mail: reini@slackademy.at
    web: www.slackline.at
  • Tipps für den Einstieg!

    Reinhard Kleindls Empfehlungen für Slackline-Anfänger

    Setze deinen stärkeren Fuß auf die Line und stell das andere Bein auf gleicher Höhe so zur Line, dass es das Band berührt und ruhig hält. Mit ein wenig Schwung bringst du deinen Schwerpunkt über die Line und versuchst, den zweiten Fuß gleich dahinter dazuzustellen.

    Achte auf die Körperhaltung:
    + geh leicht in die Knie
    + bleib locker in der Hüfte
    + lehn dich etwas vor (Schwerpunkt auf dem Fußballen)
    + Zehen nicht runterdrücken
    + Oberkörper aufrecht
    + Arme seitlich ausstrecken
    + Blick nach vorn, am besten einen Punkt fixieren

    Mehr Tipps für Anfänger und ­Fortgeschrittene:
    www.slackline.at

Die einzige schlechte Nachricht gleich zu Beginn: Slacklinen ist in vielen Städten Österreichs  in den Parks nicht mehr erlaubt. Wenn auch nur teilweise strikt verboten. Konkret mäandert die meditativ-friedliche Sportart irgendwo zwischen still geduldet, verboten und ein paar wenigen legalen Slacklinezonen, erzählt mir Reini Kleindl, der als einer der besten Slackliner mein in der Szene bestens bekannter „Trainer“ für diesen Selbstversuch ist. In unserer beider Heimatstadt Graz schaut es zum Beispiel so aus: Im Stadtpark sind definitv keine Slackliner erwünscht, wenn man Pech hat und auf ein mieselsüchtiges Aufsichtsorgan trifft, kann man einpacken. Im Augarten- und Volksgartenpark ist die rechtliche Lage nicht ganz klar – meistens wird man wenigstens geduldet. „In anderen Städten Österreichs ist es ähnlich“, sagt Reini.


Warum? „Weil angeblich zu viele Bäume in der Vergangenheit durch Slacklines beschädigt wurden. Mir bleibt da trotzdem nur Kopfschütteln über die Gesetzgeber, die den oft jugendlichen Ausübenden diesen Gute-Laune-Sport in den raren städtischen Grünzonen auch noch vermiesen bzw. die friedlichen Kids zu Outlaws machen.“ Aber gut, um kein Öl ins Feuer zu gießen, wollen wir gern Reini Kleindls Appell weitergeben, die Vorgaben der Gesetzgeber beachten. Und unbedingt einen um wenig Geld im Sporthandel erhältlichen Baumschutz (es geht auch ein Stück Rasenteppich aus dem Baumarkt) zwischen der Line und der Rinde anbringen.

 


Ein echter Gute-Laune-Sport

Damit genug des Jammerns – es stimmt nämlich wirklich, dass Slacklinen die Laune enorm hebt. Sogar, wenn man sich zunächst einmal  auf einen erfolglosen Aufstiegsversuch nach dem anderen beschränkt. Der erste Eindruck: „To slack“ muss wahrscheinlich „schlackern“ heißen (was natürlich nicht stimmt), so sehr wackelt das Ding hin und her, wenn man einen Fuß darauf setzt und es belastet. Mit dem Tipp vom Profi, den zweiten Fuß so dazuzustellen, dass das Bein die Line berührt, ist dagegen sofort Ruhe – gewusst wie!
Ansonsten empfiehlt mir Reini, wie allen Anfängern, den Aufstiegspunkt bei ca. einem Drittel der Slackline zu wählen, leicht in die Knie zu gehen, Oberkörper aufrecht und die Arme seitlich weggestreckt zu halten – und dabei möglichst einen Punkt in Augenhöhe mit dem Blick zu fixieren. Vor allem das mit dem Blick vergesse ich immer wieder. Immer wieder erliege ich der Versuchung, die Line anzuschauen. Sobald man sich dessen bewusst ist und wieder den Profitipp befolgt, geht es auch gleich besser.

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